Gotisches Haus (Burgheßler)
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Geschichte
Der freistehende Profanbau stammt aus den Jahren 1493 bis 1494 und ist vermutlich der Nachfolgebau einer mittelalterlichen Burg. Wohl als Adelssitz derer von Heßler und Burkersroda errichtet, wurden diese im Lehenbrief vom 27. Juni 1494 von Herzog Georg von Sachsen mit Dorf, samt Burgsitz und Gutshof belehnt. 1770 siedelte das Adelsgeschlecht in ein neues Schloss und das Anwesen wurde nur noch als Schütthaus (Lager- und Vorratsgebäude) benutzt.
Umbauten von 1910 mit eingezogenen Trennwänden wurden bei Sanierungen wieder entfernt. Nach 1945 erfolgte eine Nutzung als Stellmacherei, bevor das Gebäude als Lager und Abstellraum der LPG verkam. Ab den 1990er Jahren wurde der Bau durch den Bildhauer Peter Fiedler einer neuen Nutzung zugeführt. 1992 konnte das Dach und die Fassade renoviert werden. 2008 wurden auch die Fenster und die Portaltür unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten erneuert. Ein Kulturverein Gotisches Haus e.V. betreute das denkmalgeschützte Anwesen. Organisierte Bildhauersymposien der letzten Jahre spiegeln sich in zahlreichen Skulpturen in der Umgebung wider. Seit 2004 war das Haus als Sitz des Zentrums für frühe Musik auch für Aufführungen alter Musik genutzt. Besichtigungen mit Führungen sind nach Voranmeldung möglich.